HoogmolenHospitality Bar

Die Gin-Auswahl

Hoogmolen Infusers Gin

Kein Marketingbegriff, sondern der Kern unseres technischen Ansatzes — eher ein komplexer Tee als eine industrielle Destillation.

Bei Landgoed De Hoogmolen Gin setzen wir nicht auf schnelle industrielle Destillation, sondern auf einen Prozess, der dem Aufgießen eines sehr komplexen Tees oder der Komposition eines Parfums ähnelt. Fünf Stile, alle aus derselben Geduld geboren.

1. Die Basis

Cold Compounding

Anders als beim London Dry Gin, bei dem alle Botanicals in einer Destille erhitzt werden, werden bei Infusers die Zutaten direkt im neutralen Getreidealkohol mazeriert.

  • Der Vorteil: weil der Alkohol nicht erhitzt wird, bleiben die zarten ätherischen Öle empfindlicher Botanicals — Holunderblüte, milde Zitrusfrüchte — intakt. Sie schmecken den reinen, frischen Geschmack statt einer „gekochten" Variante.
  • Die Geduld: dieser Prozess dauert deutlich länger. Die Aromen brauchen Zeit, um auf natürlichem Weg vom Festen in die Flüssigkeit überzugehen.

2. Selektive Extraktion

Die Kunst liegt im Timing

Nicht alle Zutaten geben ihren Geschmack gleich schnell ab:

  • Harte Botanicals: Wacholderbeeren und Pfefferkörner gehen als Erstes ins Bad — sie brauchen am längsten, um dem Getränk ihr Rückgrat zu geben.
  • Weiche Botanicals: florale Elemente und Früchte werden später hinzugefügt. Zu lang gezogen werden sie bitter.
  • Filtration: bei der gewünschten Geschmacksintensität wird fein gefiltert; die natürliche Farbe der Botanicals bleibt erhalten.

3. The Marriage

Die Vermählung der Aromen

Nach der Infusion lassen wir den Gin ruhen. In dieser Ruhephase verschmelzen die verschiedenen Auszüge zu einem harmonischen Ganzen — Sie schmecken nicht „Pfeffer" und dann „Zitrus" getrennt, sondern eine ausgewogene Komposition.

Warum dieser Prozess anders schmeckt

Weil der Gin nach der letzten Infusion nicht erneut destilliert wird, behält das Getränk eine reichhaltigere Textur.

  • Viskosität: ein Infusers Gin fühlt sich voller an, fast ölig am Gaumen.
  • Farbe: rote Früchte und Blüten geben während der Mazeration ihr Pigment ab — keine künstlichen Farbstoffe.
  • Batch-Unterschied: jede Charge unterscheidet sich minimal. Genau das schätzen Liebhaber handwerklichen Gins: die Handschrift des Machers ist sichtbar.

Zusammengefasst

Mazeration

Einlegen in kaltem Alkohol → frische, feine Aromen.

Timing

Etappenweise hinzufügen → Balance zwischen würzig, floral und Zitrus.

Filtration

Schwebstoffe entfernt → klare Flüssigkeit mit natürlicher Farbe.

Ruhe

Der Blend stabilisiert sich → weicher, runder Abgang ohne scharfe Kanten.